reicht es endlich?

Danach schlossen sich verschiedene Zeiten mit mehr oder weniger ausgeprägtem Vertrauen. Also eher weniger. Es stellten sich unterschwellige Ängste ein. Schließlich reifte in „Thomas“ die Erkenntnis, dass er sich auf seine Kernkompetenz besinnen muss.

Die da wäre Selbsterkenntnis. Denn längst war klar, dass ein liebevolles Zusammenleben nur funktioniert, wenn Vertrauen und Liebe im Spiel ist. Ja, „wir lieben unseren nächsten, wie uns selbst!“ Die bohrende Frage ist also: „wie lieben wir uns selbst?“

Der „Thomas“ begann sich mit Vehemenz in alle möglichen Richtungen zu bewegen. Entwickelte seine Fähigkeiten als Architekt, als Maler, im Innenausbau, als Gärtner, als Koch, als zig Sachen die letztendlich in Selbstständigkeit mündeten. Ja, der „Thomas“ machte eine 3jährige Vollzeit-Ausbildung zum Heilpraktiker… Der letzte Versuch meines Vaters, den „Thomas“ auf Kurs zu bekommen.

Heute bin ich dankbar für all die zahllosen Erfahrungen, die ich teilweise über etliche Jahre machen konnte. Erweiterten sie doch meinen Horizont. Und ja, die Erfahrungen machte ich nicht ausnahmslos an einem Ort. Ich lernte Österreichisch, Bayrisch und Norddeutsch zu kommunizieren. Heute bevorzuge ich einen Mix daraus und mache keinen Hehl aus Hessisch.

Nach ein paar lockereren und einer -endlich- ziemlich tiefen Beziehung stand ich eines Tages dann doch wieder an der Stelle, dass ich eben kein rechter „Thomas“ war. Dann bin ich eben beziehungsunfähig. Verdammt, was soll’s? Ich akzeptiere es!

Was soll ich sagen? Wer unambitioniert, was Beziehungen anbelangt, agiert, der? Ja, genau! Ich traf sie! Meine große Liebe. Und, auch wenn längst nicht alles perfekt lief, wir ließen uns „machen“ und hatten doch ein extremes wie Natur gegebenes Vertrauen zueinander. Ich musste nicht „Thomas“ sein und sie nicht „Jutta“.

Daraus wurden liebevolle 34 Jahre. Jetzt im sechsten Jahr danach, hadere ich noch immer mal wieder damit, dass es nicht mich erwischt hat. Obwohl. Mir ist natürlich längst klar, dass auch meine Tage gezählt sind.

Und wieder und wieder „gerate“ ich in Freundschaften. Umso extremer liegt mein Fokus auf Vertrauen.
Und immer und immer wieder zeigt sich, dass Vertrauen eine Vorschuss-Angelegenheit ist.
Wenn nicht einer (also im Grunde ich) den ersten Schritt macht, vertrauensvoll Dinge auszubreiten… dann brauch ich nichts erwarten, „Thomas“ sei Dank.

„reicht es endlich?“

Das war ja das Thema. Genau. Bin mal wieder um etliche Klippen gerasselt.

Vertrauen ist ja kein Selbstläufer. „Thomas“ hat lange schon begriffen, dass 100% Vertrauen verstörend, wenn nicht abschreckend wirkt.
Es ist kompliziert.

Obwohl. Soo kompliziert isses auch wieder nicht. Die zuckersüße Kompromissbereitschaft, -fähigkeit, ist es, die wesentlich zum Vertrauen beiträgt. Das ist ok, bei vielen Belangen des Lebens.

Aber! Genau. Darauf hat jetzt jeder gewartet. Irgendwann ist auch mal gut mit Kompromissen. Die paar Tage die mir (und uns) noch bleiben, will ich mir nicht mit Dingen versauen, auf die ich nun mal partout keinen Bock mehr habe.

Beispiele?
Faschismus. Wenn mir ständig gesagt wird, du brauchst ne „BMW GS“ oder auch, kannst du nicht endlich früh aufstehen, statt ewig so spät zu Bett zugehen?

Ich kann das alles nicht mehr hören. Wer mir nach knapp 70 Jahren „ich“ immer noch erklären will, ich solle doch…“Thomas“ sein, dem versichere ich, dass es soo nicht funktioniert.

Punkt.

Ach stopp!
Richtig spannend wird es ja erst jetzt. Wenn nämlich aus diesem Skript hier, ein knapper(!) und prickelnder Song entstehen wird.
Dieser Beitrag wurde überhaupt nur dafür verfasst.

Pure Allure
die reine Anziehungskraft
auf der nächsten Seite kommt der Song, inkl. Songtext…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.